Feedback – 10 Tipps für die Entwicklung einer Kultur

10 Tipps um eine Feedback Kultur aufzubauen

Eine starke Kultur begrüßt Feedback und nutzt es, um das Wachstum von Einzelpersonen, Teams und der Organisation zu fördern. Organisationen mit einer starken Feedback-Kultur lassen die Stimmen ihrer Mitarbeiter die Unternehmensentwicklung vorantreiben. Es ist außerdem der beste Weg für uns zu wissen, ob wir etwas richtig oder falsch machen.Wie kann man also eine stärkere Feedbackkultur schaffen? Hier sind 10 Tipps:

1. Wachstumsdenken fördern

Menschen mit Wachstumsdenken glauben, dass ihre Fähigkeiten durch Hingabe und harte Arbeit entwickelt werden können. Sie sehen ihre angeborenen Fähigkeiten als Ausgangspunkt und lieben es zu lernen. Starke Kulturen schätzen diese Einstellung. Sie legen Wert auf Lernen und Entwicklung. Sie sehen Feedback als Chance zur Verbesserung.
Als Teil ihrer Unternehmensstrategie machen sie es zu einem Teil ihres Einstellungsprozesses und suchen Kandidaten, die sich als lebenslange Lernende verstehen. Sie investieren auch finanziell und bieten beispielsweise jährliche Weiterbildungszuschüsse, Zugang zu internen oder externen Lernmöglichkeiten, Studiengebührenrückerstattung, decken die Kosten für Berufslizenzen oder Zertifikate ab. Erkenne Mitarbeiter, wenn sie in ihr Wachstum investieren. Sei transparent und offen. Gib Schwächen zu und zeige die Bereitschaft, aus Feedback zu lernen.

2. Training anbieten

Kritisieren ist kein Naturtalent, sondern eine Fähigkeit, die es zu kultivieren gilt. Sowohl das Geben als auch das Empfangen sind Fähigkeiten, die selten entwickelt werden. Um eine reife Kultur zu unterstützen, biete deinen Mitarbeitern Schulungen und Ressourcen an. Die Investition in Schulungen, um deinen Mitarbeitern die Werkzeuge für ein kritisches und hilfreiches Feedback an die Hand zu geben, ist ein entscheidender Schritt. Trainiere deine Mitarbeiter darin, Fragen zu stellen, Beispiele zu suchen, Inhalte zu verdeutlichen und zu kritisieren. Unsachgemäßes Feedback kann für Mitarbeiter demotivierend, entmutigend und rundum frustrierend wirken. Stelle deine Mitarbeiter auf Erfolg ein. Denk dran, dass Mitarbeiter während des Trainings zwar offen sein können, dies aber auch in der täglichen Bürokultur umgesetzt werden muss.

3. Stelle Tools zur Verfügung

Stelle sicher, dass dein Team mit Feedback-Tools ausgestattet ist. Ein Technologiepartner kann Prozesse erleichtern. Schaffe einfache (technische) Möglichkeiten um Notizen von Meetings aufzuzeichnen, Feedbackgespräche in beide Richtungen zu führen, 360° anzufordern, positives Feedback über Anerkennung zu geben und über Umfragen zu sammeln.

4. Nutze verschiedene Kanäle

Unterschiedliche Menschen und unterschiedliche Situationen erfordern unterschiedliche Kanäle. Damit gibst du den Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Gedanken so zu äußern, dass sie sich in verschiedenen Situationen am wohlsten fühlen. Durch eine Mischung aus offenem und anonymem, Einzel- und 360°, Einzel- und Gruppenfeedback sowie persönlichem und schriftlichem Feedback kannst du dich vergewissern, dass Du immer die richtige Plattform bietest.

5. Lebe es

Gehe mit gutem Beispiel voran. Bitte stetig um Feedback (nach oben und unten in der Hierarchie und seitlich) und zeige sichtbar, dass sie Kritik positiv aufnehmen. Kulturelle Veränderungen starten an der Spitze. Sei stets offen für Anmerkungen deiner Mitarbeiter.

6. Schaffe eine sichere Umgebung

Eine erfolgreiche Kultur braucht einen wichtigen Faktor: Mitarbeiter, die bereit sind, ehrliches Feedback zu geben. Mitarbeiter müssen sich sicher fühlen und wissen, dass sie keine negativen Auswirkungen befürchten müssen, wenn sie Kritik geben. Dies beginnt mit dem Aufbau vertrauensvoller Beziehungen. Unterschiedliche Mitarbeiter haben unterschiedliche Komfortzonen, sowohl beim Geben als auch beim Empfangen von Feedback. Es ist wichtig, respektvoll zu sein und nichts zu erzwingen. Verwende deine emotionale Intelligenz, um die Bereitschaft für Kritik festzustellen. Wenn du es nicht weißt, fragen.

7. Setze Klare Erwartungen

Mache deutlich das Feedback ein wichtiger Teil deiner Kultur ist. Kommunizieren und wieder kommunizieren. Lege organisatorische Erwartungen in deinem Team fest:

FeedbackkulturWer gibt und wer erhält sie?

Wie oft kommt es vor?

Wie machen wir das?

Was ist das Ziel?

8. Mache es zur Routine

Übung macht den Meister. Wenn Kritik routinemäßig erfolgt, integriert es sich in den Arbeitsalltag; und du wirst besser darin. Kultur besteht aus gemeinsamen Traditionen, Gewohnheiten, Artefakten und Sprache. Suche nach Möglichkeiten, gemeinsamen Erlebnisse rund um das Geben und Empfangen von Feedback zu schaffen. Mach es zum Teil eures Arbeitsaaltags. Deine Mitarbeiter werden es erwarten, und deine Stakeholder werden ihre Fähigkeiten im Geben und Nehmen verbessern. Warte nicht, bis jemand danach fragt – gib es!

9. Pflege positives und korrigierendes Feedback

Wenn Du Dich nur auf positives Feedback konzentrierst, kann das Wachstum deiner Mitarbeiter stagnieren. Solltest du dich allerdings nur auf korrigierendes Feedback konzentrieren, riskierst Du Erfolge zu ignorieren und Ergebnisse von Mitarbeitern zu unterschätzen. Wenn Menschen das Wort Kritik hören, haben sie oft ein negatives Bild davon. Dies ist zwar ein notwendiges Element einer Kultur, aber du solltest viel mehr positives Lob aussprechen. Es motiviert Mitarbeiter und hält sie auch offen für Kritik, weil sie wissen, dass du ihre gute Leistung wahrnimmst.

10. Hebe Entscheidungen hervor, die aufgrund von Feedback getroffen wurden.

Es ist ganz einfach. Wenn du eine Entscheidung oder Änderung aufgrund des Feedbacks von jemandem triffst, lass es ihn wissen. Konzentriere dich nicht nur auf die Kommunikation der Entscheidung oder Veränderung, sondern auch auf das Warum. „Warum haben wir das getan? Wegen deines Feedbacks.“ Kritik ist ein Geschenk. Wenn du es nicht benutzt und das Geschenk schätzt, bekommst du vielleicht kein Anderes. Eine Kultur zu haben bedeutet, dass du tatsächlich auf Kritik reagierst. Die Mitarbeiter müssen sehen, dass es sich lohnt, Feedback zu geben.

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